Ein Blick zurück und ein Schritt nach vorne

Die Präsentation der gestrigen Abschlussveranstaltung des LEADER-Projekts in der Fränkischen Toskana finden Sie hier zum Download.

Bei Fragen stehe ich Ihnen sehr gern zur Verfügung!

Hier finden Sie unseren Pressetext zum Thema, auch zum Download:

>>Ein Blick zurück und ein Schritt nach vorne<<:

Das LEADER-geförderte Projekt der Fränkischen Toskana schließt erfolgreich ab.

Die Marke “Fränkische Toskana” ist auf dem richtigen Weg. Während des LEADER-Projektzeitraums zwischen Juni 2014 und Oktober 2015 wurden gesteckte Ziele erreicht.  Die Ergebnisse und konkreten Handlungsschwerpunkte für das kommende Jahr sind am 26. Oktober 2015 in einer öffentlichen Veranstaltung der drei beteiligten Gemeinden in Litzendorf vorgestellt worden.

BAMBERGER LAND. Stolz blicken die verantwortlichen Bürgermeister Wolfgang Möhrlein, Gerd Schneider und Wolfgang Desel der Gemeinden Litzendorf, Memmelsdorf und Strullendorf auf die sichtbaren Ergebnisse des Projektzeitraums zurück. „In den Köpfen kommt unser Projekt und der Begriff „Fränkische Toskana“ bereits an“, so Wolfgang Desel bei der Veranstaltung im Pfarrheim in Litzendorf. Er präsentierte ein Zeitungsinserat eines Gastronomen der Region, welches das neue kulinarische Angebot „Fränkische Toskana-Buffet“ schmackhaft macht.

Projektmanagerin Meike Klein gab der interessierten Öffentlichkeit, Bewohnern und touristischen Dienstleistern einen Überblick über die gestellten Aufgaben und die erreichten Ziele im Projektverlauf. Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler war gespannter Zuhörer, genauso wie einige Gemeinderäte und auch die Vordenker und Ideengeber zu diesem Projekt, welches den professionellen Grundstein für eine erfolgreiche Weiterentwicklung im Tourismus legt.

Neben einem ausgearbeiteten Tourismuskonzept mit Leitlinien, Themenschwerpunkten und einem soliden Maßnahmenplan für die nächsten zehn Jahre, wurden im Projektzeitraum drei digitale Informationspunkte in den Gemeinden geplant und installiert. In Litzendorf befindet sich das Gerät an der Tourist-Information der Fränkischen Toskana. In Memmelsdorf und in Strullendorf sind die Info-Points direkt am Rathaus montiert. Diese technischen Geräte bieten, analog zum neu entwickelten Online-Auftritt, allen touristischen Dienstleistern der Region eine Plattform, ihr Angebot attraktiv zu präsentieren. Gäste können unabhängig von den Öffnungszeiten zwischen 6:00 Uhr und 22:00 Uhr das gesamte Online-Angebot der Fränkischen Toskana ansehen und sich über Touren, Gastgeber und Sehenswertes informieren.

Der neue Internetauftritt unter www.fränkische-toskana.com wird auf allen digitalen Infopoints ausgespielt und beständig weiterentwickelt, optimiert und mit Inhalten bestückt. Die Seite bietet Informationen und vor allem Chancen! Touristische Angebote können auf der Seite gesammelt und einer breiten Zielgruppe zugänglich gemacht werden. So kann ein Anbieter geführter Radtouren sein Angebot genauso darstellen, wie ein Gästeführer, Vermieter von Urlaubsunterkünften oder Anbieter von Pauschalreisen und Arrangements. Technisch ist es möglich, Rad- oder Wandertouren mit den Angeboten zu verknüpfen. Das heißt, künftig werden beispielsweise in der Kartendarstellung des 13-Brauereien-Wegs die Einkehrmöglichkeiten mit Öffnungszeiten übersichtlich angezeigt. Bereits jetzt kann man beim Betrachten der auch für Mobilgeräte optimierten Homepage (Responsive Design) erahnen, welche zukunftssicheren Potentiale in ihr stecken. 

Als wichtigstes Ziel im Jahr 2016 sieht Meike Klein die Produktentwicklung von buchbaren touristischen Angeboten zu den drei Kernthemen “Radfahren, Wandern & Draußen sein”, “Bier(Kultur), Genuss & Gastlichkeit” und “Kunst, Kultur & Kostbarkeiten”. Wünschenswert sind gemeindeübergreifende thematische Arbeitsgruppen, die entsprechende Angebote mit den Tourismusverantwortlichen mit entwickeln, welche durch die starken Marketingpartner TKS Bamberg/Landratsamt Bamberg und Tourismuszentrale Fränkische Schweiz aufgegriffen und entsprechend thematisch vermarket werden können.

Für die Bewältigung der touristischen Aufgaben wird für die kommenden drei Jahre eine Vollzeitkraft eingestellt. Jährlich werden Maßnahmen ausgewählt, Ziele definiert und erreicht, damit die Region sich Schritt für Schritt touristisch weiter entwickelt. 

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Herzliche Einladung zur Projektabschlussveranstaltung am 26.10.2015 um 19 Uhr

Sie möchten wissen, was während des LEADER-Projektzeitraums geleistet wurde? Sie sind neugierig, was für konkrete Ziele sich die Fränkische Toskana für das kommende Jahr gesteckt hat und erreichen möchte?

Lernen Sie die neuen digitalen Informationspunkte kennen, erfahren Sie welche Funktionen die neue Internetseite bereits hat und blicken Sie mit uns in die Zukunft der Tourismusarbeit.

Zu der Projektabschlussveranstaltung

„Projektabschluss – ein Blick zurück und ein Schritt nach vorne“

am Montag, den 26. Oktober 2015
von 19.00 bis ca. 20.30 Uhr

im Veranstaltungssaal des Pfarrheims der Gemeinde Litzendorf,

Schimmelsgraben 5 in 96123 Litzendorf

sind Sie herzlich einladen.

Bitte melden Sie sich bis 12. Oktober 2015 unter info@fraenkische-toskana.com an oder nutzen Sie das Kontaktformular.

Ganz nah dran am Paradies

Von Ulrich Rentzsch

In den kleinen Dörfern in der fränkischen Schweiz findet sich im Zentrum meist eine Kirche – und eine Gastwirtschaft: „Zur Post“ oder „Zum deutschen Eck“ oder auch „Zum goldenen Lamm“. Die Speisekarten sind fast identisch. Die Brotzeit steht im Mittelpunkt und wird begleitet vom Bier aus der hauseigenen Brauerei. Verhungern oder verdursten muss also niemand in der toskanischen, fränkischen Schweiz.

Eine Woche wollen wir hier verbringen in Tiefenellern, knappe 15 Kilometer östlich von Bamberg, runde 45 Kilometer westlich von Bayreuth. Dazwischen eben. Im Norden der fränkischen Schweiz. Warum man auch von der fränkischen Toskana spricht, wird schnell klar: Sanft hügelig breiten sich Wald, Wiese und Feld aus. Auf der Höhe steht hier und da ein Haus, umgeben von einigen hohen Bäumen. Ein geschlungener Weg führt hinauf, darunter sonnig-gelbe Getreidefelder.

Wenn die Sonne scheint, kann man sich natürlich im Garten des Ferienhauses bräunen lassen. Aber das wäre vertane Zeit. Urlaub in der Fränkischen Schweiz heißt Aktivurlaub. Raus aus dem Bett, mit Schwung in den Tag hinein. Klettern unter Abenteuerbedingungen, Kanu fahren auf wildgewordenen Bächen, Wandern, Reiten, Fahrradfahren, Deutschlands Geschichte erfahren, Burgen, Schlösser, Höhlen, Wildparks. Und abends Brotzeit im Gasthaus – Langeweile will da einfach nicht aufkommen.

Wir haben – das kennen Sie ja schon – das Fahrrad mitgebracht. So wollen wir das Umland und drei Städte erkunden: Bamberg, Bayreuth und Nürnberg. Wir wissen, dass es schon mal rauf und runter gehen kann. Ein Radcheck vom Spezialisten hier vor Ort ist beinahe unumgänglich. Bremsen wirklich in Ordnung?

Auf unserem Plan steht auch eine Tagestour über den Fränkischen Gebirgsweg, eine Wanderung durch das Paradiestal, ein Ausflug ins mittelalterlich-anmutende Hollfeld mit anschließendem Besuch der Therme Obersees und ein Stopp im Felsengarten Sanspareil. Dann ist die Woche schon vorbei. Schade.

Wir erwischen Bamberg bei bestem Wetter. Enge Gassen machen die junge Stadt zu einem Erlebnis. Antiquitäten-Geschäfte reihen sich in der Innenstadt aneinander. Der Dom überragt beinahe alles, die Regnitz gibt der Stadt den umwerfenden Charme. Wir genießen den lauen Abend und probieren natürlich auch das Aecht Schlenkerla Rauchbier. Ok. Ganz schön …ungewöhnlich.

Bayreuth ist anders. Wir meinen, dass die Straßen viel breiter als in Bamberg sind, opulenter. Wagner steht im Mittelpunkt und lauert beinahe hinter jeder Hausecke. Das muss man aushalten können.

Nürnberg ist zu groß für einen Tag, viel groß für eine Zwei-Stunden-Busrundfahrt. Mit dem Rad versuchen wir, die wichtigsten Punkte wenigstens zu besuchen: die Burg, die Plätze, Kirchen, das Albrecht-Dürer-Haus. Hier klopft, nein hämmert die Geschichte an die Tür des Gewissens.

Staunen können wir im Felsengarten Sanspareil (fertiggestellt um 1748), einige Kilometer nördlich von Hollfeld, gleich neben der Burg Zwernitz. Alles sehr barock – und ungewöhnlich, schon wegen der vielen Felsenbezeichnungen aus der griechischen Mythologie. Neben einigen Grotten wurde sogar ein kleines Theater gebaut, um unter freiem Himmel für Unterhaltung zu sorgen.

Die Krönung der Woche war die Tagestour auf dem Fränkischen Gebirgsweg. Radfahren geht an manchen Stellen wirklich nicht mehr, dafür sieht man Felsen, Bäche und Täler voller Wiesen. Beim Schieben genießen wir die Schönheit der Natur umso mehr.

Die Woche ist schnell vorbei. Das ist das einzig Negative.

Becki Enright besucht die Fränkische Toskana

Heute war Travel Bloggerin & Freelance Writer und PR Consultant Becki Enright bei uns zu Gast, um den 13-Brauereienweg kennen zu lernen. Das Ergebnis der Reise? Das finden Sie auf den Social Media Kanälen:

Beitragsbild: Meike Klein © Fränkische Toskana

Politik entscheidet über das Tourismuskonzept für die Fränkische Toskana

Textnachweis Pressestelle Memmelsdorf – Kerstin Bönisch

Erste gemeinsame Gemeinderatssitzung von Strullendorf, Litzendorf und Memmelsdorf

„Diese gemeinsame Sitzung ist ein echtes Novum“, konstatierte Litzendorfs Bürgermeister Wolfgang Möhrlein und tatsächlich war die Versammlung der drei fast vollständig erschienenen Gemeindegremien in der Aula der Strullendorfer Schule schon optisch ein beeindruckendes Bild. Gleichermaßen diszipliniert und engagiert verfolgten die Räte die Präsentation des erarbeiteten Tourismuskonzeptes von Projektmanagerin Meike Klein und der beauftragten Agentur BTE Tourismus- und Regionalberatung, um anschließend die Chancen und vor allem die Notwendigkeiten für eine erfolgreiche Tourismusarbeit zu diskutieren.

„Gemeinsam erreichen wir mehr als allein“ – über diese klar formulierte Prämisse herrschte große Einigkeit bei den drei Gemeindegremien und den ihnen vorstehenden Bürgermeistern Wolfgang Desel (Strullendorf), Wolfgang Möhrlein (Litzendorf) und Gerd Schneider (Memmelsdorf). Auch darüber dass das auf der Basis von drei Leitfragen („Was ist da? Was haben wir daraus gemacht? Wo wollen wir hin?“) entwickelte Tourismuskonzept für die Fränkische Toskana einen wichtigen Handlungs- und Maßnahmen-Katalog enthält gab es keine Kontroverse. Das Konzept steht auf drei konzeptionellen Säulen: 1. „Radfahren, Wandern & Draußen sein“ 2. „Bier(Kultur), Genuss & Gastlichkeit”, mit dem Aspekt der Brauereikultur und fränkischen Lebensart und 3. „Kunst, Kultur und Kostbarkeiten“, hier wird außer kulturellen Highlights wie z.B. Schloss Seehof auch die nahe Anbindung an das Weltkulturerbe Bamberg zugerechnet. Der daraus abgeleitete Maßnahmenkatalog wurde mit politischen Vertretern, interessierten Akteuren und Bürgern vor Ort entwickelt und umfasst unter dem Stichwort „Professionalisierung der Tourismus-Arbeit“ u.a. eine Verbesserung der Wege- und Infrastruktur sowie der Serviceleistungen und das Erarbeiten neuer touristischer Angebote wie z.B. einer besonderen „Fränkischen Toskana Küche“, eines „Bier-Pilgerweges“ oder des „Wirtshaussingens“. „Wir stehen jetzt an einem Wendepunkt“, bekräftigte der Litzendorfer Gemeinderat Herbert Schütz. „Entweder wir machen jetzt weiter oder der Maßnahmenkatalog verschwindet in der Schublade.“ Dass Letzteres ein Schritt in die falsche Richtung wäre, hob ein regionaler Gastronom hervor, der sich in einem engagierten Wortbeitrag für die Schaffung einer professionellen Tourismus-Anlaufstelle aussprach. „Uns fehlt ein Ansprechpartner, der uns die nötigen Hintergrund-Infos liefert und z.B. auch die gastronomischen Angebote koordiniert. Es muss eine Person mit hoher sozialer Kompetenz und Vermittlungsstärke sein.“

Laut dem Tourismuskonzept für die Fränkische Toskana ist ein jährliches Investitionsvolumen von mindestens ca. 105.000 € vorgesehen, das sich die drei Gemeinden teilen. Mit dieser Summe können Personalkosten, die Kosten für gemeinsame Produktentwicklung, Lobbyarbeit, die Vertretung in Kooperationen, die Internetseite, gemeinsame Prospekte, Pressearbeit, kleinere Veranstaltungen und Aktivitäten abgedeckt werden. Den Gemeinden Strullendorf, Litzendorf und Memmelsdorf kommen unverändert bedeutende Aufgaben zu, wie die Erstellung und der Betrieb der Infrastruktur, z.B. Wegebau, Beschilderung, Gestaltung öffentlicher Flächen.

In der gemeinsamen Sitzung sprachen sich alle drei Gremien einstimmig für die gemeinsame Umsetzung dieses Konzeptes aus, trotz einzelner kritischer Anmerkungen, die eine Befristung der neuen Tourismus-Stelle und eine Evaluierung der Marketingmaßnahmen forderten. Die endgültige Entscheidung über die Realisierung des gemeinsamen Konzeptes treffen alle drei Gemeinden in ihren jeweiligen Gemeinderatssitzungen noch vor der Sommerpause.